Lese-Rechtschreibschwäche oder Legasthenie?

Gehen wir von einer intelligenzunabhängigen Lese-Rechtschreibschwäche aus, so unterscheidet man zunächst die LRS im Rahmen allgemeiner Lernstörungen von der speziellen LRS, der Legasthenie.

Was zeichnet eine Lese-Rechtschreibschwäche im Rahmen allgemeiner Lernstörungen aus?

Die Lese-Rechtschreibschwäche im Rahmen allgemeiner Lernstörungen hat verschiedene Ursachen. Es handelt sich um Lerndefizite, die durch Aufmerksamkeitsstörungen, mangelndes Üben, Krankheiten, Lehrerwechsel, Probleme innerhalb der Lerngruppe oder der Familie, aber auch tiefgreifende Veränderungen in der Familie (Todesfall, Scheidung, neue Lebenspartner usw.) hervorgerufen werden können.
Markant ist, dass die Unaufmerksamkeit im Umgang mit Symbolen lange nicht so deutlich auftritt, wie bei der speziellen LRS.

Was zeichnet die spezielle Lese-Rechtsschreibschwäche (Legasthenie) aus?

Die spezielle Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) ist erblich bedingt. Die Chromosomen 15 und 6 tragen diese hierfür verantwortliche Erbinformation weiter.
Im Vergleich zu der o.g. LRS ist hauptsächlich eine recht ausgeprägte Unaufmerksamkeit beim Umgang mit Symbolen festzustellen. Des Weiteren liegt eine differente Sinneswahrnehmung vor.