AFS-Methode

Der mit zum Erfolg führende Grundgedanke ist die ständige Reflektion und Kontrolle der eingesetzten Arbeitsmittel. Der Trainer baut ständig verfügbare Programme und Hilfsmittel, die dem betroffenen Kind helfen können, in das Trainingsprogramm ein. Er kontrolliert und analysiert ständig, in wie weit die Übungen dem betroffenen Kind zur Verbesserung seiner Schwierigkeiten beitragen. Dementsprechend müssen Materialien ausgetauscht und gegen andere eingesetzt werden.

Was wird im pädagogischen AFS-Computertestverfahren festgestellt?

Das Augenmerk wird nicht nur auf die Wahrnehmungsfehler (Rechtschreibfehler) gelenkt, sondern vielmehr die für betroffene Kinder wesentlich relevanteren Aspekte – Aufmerksamkeit bei der Konfrontation mit Symbolen und die Sinneswahrnehmungen – mittels eines Testes überprüft.

A – Aufmerksamkeit

Dieser Bereich des Testverfahrens spielt bei legasthenen Kindern eine wesentliche Rolle, denn in Symbolbereichen bringen Betroffene nicht die volle Aufmerksamkeit, sondern eine differente Aufmerksamkeit, d.h. ihre Gedanken sind nicht bei der momentanen Handlung, sondern sind entweder schon viel weiter oder driften zu anderen Themen ab. Dies führt unausweichlich zu Wahrnehmungsfehlern. Im Nicht-Symbolbereich taucht dieses Phänomen nicht auf – sie konzentrieren sich auf ihre Handlung.

F – Funktion

Die Sinneswahrnehmungen (Teilleistungen) sind bei legasthenen Kindern different. Legasthene Menschen haben eine andere Wahrnehmung, was aber nicht heißt, dass die Betroffenen es nicht lernen könnten, sie müssen nur andere Wege einschlagen. So muss zunächst festgestellt werden, welche Teilleistungen betroffen sind.

S – Symptome

Auch an den Fehlern, die legasthene Kinder machen, muss gearbeitet werden. So muss hier eine Analyse der Fehlerquellen erfolgen. Bei den Rechtschreibtest kann es jedoch zu verfälschten Ergebnissen kommen, wenn ein betroffenes Kind ausschließlich auf seine Rechtsschreib- oder Leseleistung hin überprüft wird, da die Ergebnisse sehr stark von der Tagesverfassung des Kindes abhängen können. Legasthene Kinder wissen im Prinzip wie die Wörter geschrieben werden, können dies zum Teil aber nicht abrufen. Mit anderen Worten: Heute können sie die Wörter richtig schreiben, morgen können sie es nicht. Gleiche Tests würden völlig verschiedene Resultate bringen. Bei LRS-Kindern allerdings liegt im Gegensatz zu den legasthenen Kindern ein Nichtverinnerlichen der Rechtschreibregeln vor, so dass die Ergebnisse der Tests immer annähernd identisch und damit für LRS-Kinder wesentlich aussagekräftiger sind.